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Photo: Haus auf Amrum, Nordfriesland, 1996
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Ich bin in allem wohl zufrieden
- Gelassenheit in Krankheit -
1.) Ich bin in allem wohl zufrieden,
Befind mich ruhig und vergnügt,
Weil ich hab Gottes Lieb' hienieden,
Mein Jesus mir im Herzen liegt.
Der Heil'ge Geist mich lehrt und leit
Und Gottes Wort mein Herz erfreut.
2.) Es trotz mein Herz in meinem Leibe
Auf Gott, weil ich sein eigen Kind,
Trotz dem, der mich von Gott abtreibe,
Es sei Welt, Satan oder Sünd'.
Gott ist mein alles ohne Trug,
Ich habe Gott und hab genug.
3.) Soll Leid für Freud' sein mir gesendet
Und für das Leben gar der Tod,
Ich bin's zufrieden, weil es wendet
Zu meinem Besten alles Gott.
Wie Gott will, so ist auch mein Will',
Wie er es macht, so schweig ich still.
4.) Um mich hab ich mich ausbekümmert, (a)
Die Sorge ist auf Gott gelegt,
Ob Erd' und Himmel gleich zertrümmert,
So weiß ich doch, dass Gott mich trägt.
Und wenn ich habe meinen Gott,
So frag ich nichts nach Not und Tod.
5.) Solch einen Sinn lass mich, Gott, haben
Wie jetzt, so bis in's Grab hinein,
Mit deinen Leid- und Freudensgaben,
Wie du sie gibst, zufrieden sein.
Und spüren die Vergnüglichkeit
Zur Lebens- und zur Sterbenszeit.
(a) mache ich mir keine Sorgen mehr
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Autor: Ämelie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt
Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten
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Der Gräfin Aemilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt
Geistliche Lieder
Auswahl von Julius Leopold Pasig
Verlag Julius Fricke,
Halle [Saale],1855
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Ämilie (auch Æmilie geschrieben) Juliane Reichsgräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, geb. Gräfin von Barby und Mühlingen (* 19. August 1637 auf der Heidecksburg in Rudolstadt; † 3. Dezember 1706 in Rudolstadt) war eine bedeutende Dichterin geistlicher evangelischer Kirchenlieder.
Ämilie Juliane war die Tochter des Grafen Albert Friedrich von Barby und Mühlingen und seiner Gattin Ursula, geb. von Oldenburg-Delmenhorst. Während des Dreißigjährigen Krieges wohnte die Familie bei Graf Ludwig Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1581–1646) auf der Heidecksburg. Ämilie Julianes Vater starb 1641 und die Mutter 1642, worauf sie von Graf Ludwig Günther adoptiert und mit dessen Kindern zusammen erzogen wurde. Ihr Hofmeister in Rudolstadt war der Kirchenliederdichter und spätere Kanzler Ahasverus Fritsch.
Am 7. Juli 1665 heiratete sie ihren Vetter, den Reichsgrafen Albert Anton von Schwarzburg-Rudolstadt. 1667 und 1668 wurden zwei Kinder geboren, wovon eines schon drei Tage später starb. Sie war mit Ludmilla Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt verschwägert, welche – Ämilies Vorbild folgend – ebenfalls geistliche Lieder verfasste.
Ämilie Juliane dichtete nahezu 600 geistliche Lieder, die beiden bekanntesten sind: ‚Bis hierher hat mich Gott gebracht’ (EG 329) und ‚Wer weiß, wie nahe mir mein Ende’ (EG 530).
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